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Schlagwort-Archive: Eigene Texte

Resonanzen

Durchtauchen von Tagen, kaum fähig abzusortieren, System zu finden für übersatten Irrsinn an Impressionen, Illusionen. Tauchgang im Fantasmus, Bilderzorn im Prasselmodus. Gieriges Vernachlässigen, überreizte Resonanz auf sanftsatte Feinheiten. Weiterflug, höher, tiefer, unzähmbarer auf farbfettem Weg. Tief, unfertig, an Lebenszorn gemästet.

Sprödes Gedümpel an überreiztem Funkenflug. Ziele, Herausforderungen an endlosem Gähnen, bedrängender Ziellosigkeit wirrer wilder Tagehaufen. Blutrote Verletzlichkeit an frostiger Gleichgültigkeit. Ekstase an Depression. Immer und immer wieder nach Luft schnappend. Unahnbar an Weiten, Mengen, Wahn und Berührung reibend, herabregnend aus Flut, Spannung, Alltagskosmos.

Während ich noch den Ton suche, noch und immer wieder feinjustiere, spüre ich den Zwang innerer Verortung inmitten all dieser Dinge, Rasereien, Bilder, Fantastereien… Im gefühlten Tieftauchüberdruck rastend, im Zank und Liebestanz mit Ideen, Begierden, Impulsen, vieldimensionalen Waghalsigkeiten…

Mangel an Endantworten auf Lebenshungerfragen, Bremsversagen auf herzoffnes Tasten und Drängen, mehr zu erfahren, mehr zu ergieren, mehr zu verstehen und zu verblöden, fernen Tages nur noch Rausch aus wilden Botenstoffen…
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Verfasst von - Juni 29, 2017 in Prosa + Lyrik

 

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„Outscapes“-Magazin #4: in Kürze druckfrisch erhältlich

Mit dem in Kürze erscheinenden und bereits jetzt vorbestellbaren Vierteljahresmagazin für Alternativkultur „Outscapes“ #4 schließt sich quasi das Jahresrad. Einmal mehr um vier Seiten gewachsen, konnten wir für die 4. Ausgabe den Forensiker Mark Benecke für ein langes Interview zu(m Zustand de)r Kunst der schwarzen Szene gewinnen, aber auch Eddie vom Jenaer („Wir sind kein Punk-)Label(!“) „Majorlabel“, Romina Nikolić zur wahrhaft hochästhetischen Anthologie „Radiance“ zur Serie „Hannibal“, Autorin Kathy Kahner zum Dadaismus ihrer Texte sowie den Dresdener Allroundkünstler Schmuddl zum Fraß der Gentrifizierung am Beispiel der Dresdener Neustadt befragen. Einmal mehr ein spannendes Magazin, welches neben genannten Protagonisten selbstverständlich auch in Sachen Kolumne, Rezension, Lyrik und Kulturkritik nicht zu kurz kommt.

Abonnieren lohnt sich (nicht zuletzt wegen der Verlosung eines aktuellen, handsignierten Mark Benecke-Buches) 🙂 – Empfehlung!

 

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Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen auf „Heavens Food“ – dem Resonanzfeld zu meiner Tätigkeit im alternativen Kulturnetzwerk „Outbird“ – als Verleger, Netzwerker, kulturschaffender Kollaborateur -, aber auch zu Prosa und Lyrik aus meiner und fremder Feder, Kolumnen, Kunst abseits von Profit und Mainstream, ganzheitlichen Betrachtungen und Gedanken zum tieferem Verständnis der Dinge.

Sie finden hier Infos zu mir sowie meinen Veröffentlichungen. Gern empfehle ich Ihnen mit Verweis auf die rechte Spalte dieses Blogs obengenannte(n) Agentur, Verlag + Shop für alternative (Genuss)Kultur „Outbird“, den kleinen Herzblutverlag „Edition Outbird“ sowie das in ebendiesem erscheinende Vierteljahresmagazin für alternative Kultur „Outscapes“ (verlinkte Empfehlungen einfach anklicken).

Und warum eigentlich „Heavens Food“? Vielleicht, weil ich vor Jahren mein persönliches Lieblingsgedicht danach benannte und noch immer empfinde, dass es in weiten Teilen das menschliche (Gefühls)Leben beschreibt. Aber hören Sie doch selbst.

Ich freue mich, Sie hier begrüßen zu können, wünsche Freude beim Lesen, Diskutieren und sehr gern beim Weiterempfehlen – eben auf Ihre Resonanz. Herzlich willkommen!

Fotografin: Nicole Hesse
 
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Verfasst von - Juni 7, 2017 in In eigener Sache

 

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Vom Loslassen

Ich hatte vor einiger Zeit den Beitrag „Zurück ins Private“ gepostet und bemerke gerade, dass vom damaligen Schritt zum heutigen Ist bereits eineinhalb weitere Jahre vergangen sind. Ich habe diesen Blog immer freigehalten von meinem Engagement, weil ich ihn als persönliche Website und als Schutzzone vor negativen Energien verstanden habe und verstehe. Keine Politik, keine Themen, die Spaltung, Schmerz und Schuldzuweisungen in sich tragen.

Da ich allerdings mit meinem gestrigen Austritt aus dem von mir aufgebauten „Gleichmaß e V.“ einen wichtigen Lebensschritt gegangen bin und gehe, möchte ich an dieser Stelle – vielleicht um zukünftige Fehleinschätzungen oder Einbeziehungsversuche meiner Person gegenüber zu vermeiden, vielleicht um mich und die Situation hinter meinem damit beendeten Engagement besser zu verstehen – mein als Rundmail verschicktes Abschiedsschreiben leicht gekürzt hier hinterlegen:

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer, Freunde und Familie,

mit der heutigen Rundmail möchte ich mich aus der Vereinsarbeit und Mitgliedschaft beim Gleichmaß e. V. verabschieden.

Es sind fast genau zehn Jahre vom ersten Selbsthilfe-Engagement bis heute, in denen ich für die Leitung und / oder Gesamtkoordination dieser Initiative verantwortlich war. In dieser Zeit haben wir eine Wanderausstellung organisiert, zwei Anthologien veröffentlicht, eine Lesung, einen Film- und zahlreiche Gesprächsabende organisiert, das Männerberatungsnetzwerk aufgebaut, die Gewaltschutzwohnung für Männer in Gera – zunächst für ein modellhaftes Jahr – eröffnet und im Hintergrund unzählige Gespräche geführt.

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Verfasst von - März 30, 2017 in In eigener Sache

 

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Das lachende Kind in uns

Ich konnte erst gestern wieder mit Begeisterung und diesem kleinen Herzfunken-„Pling“ in mir feststellen, wie sehr ich es liebe, wenn Menschen einfach noch Kind sein können bzw. geblieben sind. Ihr Ding durchziehen, an ihre Träume glauben, als Erwachsener ein integriertes Leben führen und dennoch diesen kleinen Jungen oder dieses kleine Menschen in sich tragen und darum um Gottes Willen auch keinen Hehl machen. Ich liebe es so sehr und seit gestern ist mir wörtlich bewusst, was ich vorher irgendwie fühlte: dass das einer der Gründe dafür ist, dieses Leben zu lieben.

Mit meiner Tante hatte ich einmal mehr ein hochinteressantes Gespräch, dass meine Erkenntnisse aus Hermann Meyer „Die Gesetze des Schicksals“ bestätigte: Matriarchat und Patriarchat haben im Grunde nichts mit Frau und Mann zu tun, sondern mit Handlungssystemen. Das eine technisch, kalt und rücksichtslos gegenüber den Kräften und Säften der Natur, das andere gütig, achtsam, mit ihr, mit ihren Wandlungen lebend. Ich wusste bis heute bei diesem einen Punkt nicht, weshalb mich mein Engagement für die Rechte von Männern so aufgerieben hat, da es ja mehrere Gründe gab oder gibt. Aber mit dieser Erkenntnis zurückzufühlen, heißt für mich erkennen, dass in diesen (feministischen) Netzwerken und diesem System im System sehr viel Kälte, mangelnder Zugang zum inneren Kind, Verschlossenheit und Abspaltung (des männlichen Anteils) die herrschende Feder führen.

Meine Tante wie alle weiteren gestrigen Leipziger Termine haben mir einmal mehr gezeigt, wer ich bin und sich damit mir gezeigt, weil geöffnet. Menschen, die ihr inneres Kind frei toben lassen, haben es in diesem System schwerer, aber sie sind sich sehr viel näher als Menschen, die einen unfassbar hohen Wert auf Erwachsensein, auf Funktionieren, Statussymbole und Härte legen.

Dafür, Teil von diesen Querdenkern und Herzmenschen sein zu können, bin ich sehr dankbar.

 

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Sternenstaub

Menschen wie Du sind Sternenstaub im ewigen Rauschen. Nichts kann Deine Spuren verwischen, der Du Dich in zahllosen Seelen spiegelst. Du bist wandelbar und auf der Reise, endlos tief und leicht zugleich. Flimmern heißt Dein Lachen, Lachen heißt Dein Tanz. Nichts kann Dich wirklich schwächen, Dir diesen unerschütterlichen Überschwang entreißen, der Dich selbst dunkelste Niederungen durchstehen läßt. Dein Weg steht nicht in Frage, Du suchst nicht, sondern bist. Tauchst tief ein in Leben und Liebe… Immer wieder tauchst Du zwischen meinen Tagen auf, schenkst meinen Fragen Reinheit. Gibst mir Momente der Endlosigkeit, die mich spiegeln und zu Ewigkeit gerinnen lassen, meine Fragen zu Antworten werden lassen… Was wäre meine Resonanz, meine Tiefensucht und Raserei ohne Deine Endlosigkeit? Was wäre mein Glück, gäbe es für all Deinen Reichtum eine Garantie? Ich halte ihn nicht fest, diesen tiefwarmen Sternenstaub, obgleich er mich gefangen nimmt…
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Verfasst von - Januar 27, 2017 in Prosa + Lyrik

 

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Von Wurzeln und Flügeln

624f25a7d7897fb012b5deeb1107b4d8Dieses Jahr hatte es in sich. Und war dabei nur einen Flügelschlag lang…

Und sonst so? Fressen Kolibris eigentlich Reiskörner? Diese kleinsten Kunstwerke, die mitunter unfassbar geduldige Menschen mit endlos vielen Schriftzeichen beschriften? Keine Ahnung, warum ich daran denken muss. Vielleicht, weil diese Vielzahl von Ebenen, die uns (und Leben) ausmachen, so endlos viele Informationen in sich tragen? Vielleicht, weil die Stimme des Kopfes überschätzt wird? Vielleicht aber auch, weil es mehr denn je unsere Aufgabe ist, uns nicht blenden und spalten zu lassen, unsere Sinnesorgane, deren Manipulierbarkeit, all diesen so wunderbar leicht lenkbaren Herdentrieb immer wieder aufs Neue in Frage zu stellen… Read the rest of this entry »

 

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