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Sex & Drugs & Literatour (Querschüsse…

…als Programm)…

12647405_942735322446947_6680328669103616885_nWenn Ex-Punks das Schreiben oder gar die Bühne als Ventil entdecken, entsteht daraus manchmal literarisches Kabarett. Im vorliegenden Fall mit Namen „Sex & Drugs & Literatour„, verantwortet von M. Kruppe und Benjamin Schmidt, beide geboren im wunderschönen thüringischen Saale-Orla-Kreis in einem Kleinstadtkaff namens Pößneck. Obwohl (oder weil?) herangereift in Sprache, Gesellschaftskritik und Sperrigkeit, kann ich beide als ausgemachte Sympathen verorten und in ihrem alljährlich mindestens einmal durch Deutschland tourenden Programm nur empfehlen.

Auszug Programmtext Aetherloge Berlin am 18. 11. 2016:

„Zwischen atmosphärischem Naturalismus, nachdenklicher Poesie und humorvoller Prosa schaffen es Schmidt und Kruppe ohne erkennbare Anstrengung, den Bogen zwischen unterhaltender Literatur und einem deutlich in die Gesellschaft gehaltenen Mittelfinger zu spannen. Vor allem auf der Bühne kann ihr literarisches Entertainment-Programm mit kabarettistischen Zügen immer wieder aufs Neue überzeugen, wenn ihre Texte in disharmonischer Abstimmung wie Spielbälle zwischen Melancholie, Tragik, Arroganz, Humor, Sarkasmus und Ironie hin und her prallen.“

Und weil derart gossenhaft – humoreske Sprachexzesse ohne kaum rund genug wären, gibt es zur Tour nicht nur gepflegt schwarze Liebhabershirts, sondern darüber hinaus auch literarische Empfehlungen, deren Lektüre empfehlenswert ist. Während Herr Kruppe mit „Lange Nächte in Tiflis“ und damit der Reflektion durchzechter (Lebens)Künstler-Nächte in einem georgischen Kaff nahe Tiflis aufwartet, verarbeitet Benjamin Schmidt in seinem Roman „Schon immer ein Krüppel“ sein Leben nach (Gott sei Dank) misslungenem Suizid. Tipp!

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