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Archiv der Kategorie: Wissenschaft + Forschung

Shit-Tests

Aus einer Vielzahl von Erfahrungen und Gesprächen nicht zuletzt mit diese Aussagen bestätigenden Frauen kann ich dem nachfolgenden Buchauszug zustimmen, wenngleich der Buchtitel zu irritieren vermag, die Eingangsformulierung zu absolut und auch das Buch in Teilen sehr „speziell“ ist. Ausnahmen bestätigen auch bei diesem Thema die Regel. Und wer falsch verstehen will, wird falsch verstehen.

Andererseits: die hier fehlende, männliche Kehrseite wird hinlänglich in verlegerischen Gegenentwürfen vertieft. Und selbstverständlich ist eine Diskussion dazu willkommen:

„… Frauen testen Männer ununterbrochen. Ziel dieser meist unbewusst ablaufenden Prozesse ist es, Rang und Wert eines Mannes zu ermitteln.

[…]

Wir können folgende Unterscheidung vornehmen:

Shit Tests sind psychologische Fallen, die es Frauen ermöglichen, Männer nach den Kriterien des Alpha-Mannes zu selektieren.

Drama ist eine wichtige Sonderform. Es handelt sich um hastige und emotionale Manipulationsversuche, die entstehen, wenn Frauen einen Mann und ihr sexuelles Verlangen nach ihm kurzfristig unter Kontrolle bringen wollen.

Manipulation ist das Erkennen und Ausnutzen von verborgenen Schwächen und ungestillten Bedürfnissen des Mannes.

[…]

Es ist nicht leicht, ein gemeinsames Schema für weibliche Tests zu finden, denn sie begegnen dir in unendlicher Mannigfaltigkeit. Doch ob eine Frau dir Eifersuchtsdramen liefert oder versucht, dir Schuldgefühle zu machen, ob sie dich in der Öffentlichkeit respektlos behandelt oder dich an eurem Treffpunkt warten lässt, ob sie dir Befehle erteilt oder unablässig bei Nichtigkeiten um deine Hilfe bittet – einen Aspekt haben all diese Vorgänge gemeinsam: Es handelt sich um Situationen, die den Frame des Alpha angreifen. Frauen führen dich auf diese Weise in Versuchung, deine Eigenständigkeit aufzugeben und in eine Umlaufbahn um sie einzuschwenken. […] Du tust weder dir noch ihr einen Gefallen, wenn du ihre Spielchen mitspielst. Verführungen werden sonst ebenso scheitern wie Beziehungen oder Ehen. Bedenke: Je schwieriger du zu betaisieren bist, desto höher wird das instinktive Unbewusste der Frau deinen Wert einschätzen….“

Buchzitat aus „Lob des Sexismus“ von Lodovico Satana

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Vom Ende der Sprachlosigkeit

In einer Zeit des Ausgrenzens, Zensierens, Bashens und der Politischen Korrektheit tun sich Leitmedien wie PolitikerInnen jedweder Couleur schwer damit, sachlich die Ursache des insbesondere ostdeutschen (Wähler)Frustes zu benennen. Der, wie gestern an den Statistiken zu erkennen war, zu einer katastrophalen Zäsur führte. Eine einzige Politikerin, Petra Köpping / SPD Sachsen, sowie ein einziges Leitmedium, die FAZ, befassten sich im Vorfeld der Wahlen mit diesem Thema: mit dem Verlust von Identität, Arbeit und Hoffnung tausender Ostdeutscher, dem Aussterben ganzer Regionen, politisch Alleingelassenen, allzuoft durch die mafiöse Vorgehensweise der Treuhand um ihre Arbeitsplätze gebracht und jahr(zehnt)elang mit geringeren Bezügen als Westdeutsche abgespeist (nachwachsende) Intoleranz mittragend. Da der Artikel nicht frei steht, verlinke ich auf eine andere Website, wo er in Gänze zu lesen ist:

„…‘Sie immer mit Ihren Flüchtlingen!‘, sagten die. ,Integrieren Sie doch erst mal uns!‘ Das habe sie als hart und ungerecht empfunden, sagt die Ministerin, aber sie stellte auch fest: Oft war das nur Oberfläche, oft redeten die meisten nach zwei, drei Sätzen nicht mehr über Flüchtlinge, sondern begannen, ihre eigene Lebensgeschichte zu erzählen, was sie früher geleistet haben, wie sie arbeitslos wurden, sich über Wasser hielten. „Viele Menschen haben den Bruch nach 1989 noch nicht verarbeitet“, sagt Köpping. Sie hegten großes Misstrauen, wie mit ihnen und ihren Betrieben umgegangen, wie ihre Lebensleistung entwertet wurde. „Das überträgt sich bewusst und unbewusst auch auf das demokratische System.“ Davon profitierten Pegida und die AfD. Die Wiedervereinigung wird bis heute als Erfolgsgeschichte erzählt, die sie zweifellos auch ist: Deutschland ist stark und angesehen in der Welt, und wer heute in den Osten des Landes fährt, sieht eine saubere Umwelt, intakte Straßen, herausgeputzte Städte und Dörfer. Aus dem Blick geraten dabei die Menschen, die die Wiedervereinigung aus der Bahn warf. Das sind mehr als landläufig angenommen, und in den wenigsten Fällen sind das diejenigen, die zuvor in der DDR das Sagen hatten. Viele hatten 1989 überbordende Hoffnungen und auch Illusionen über den Westen, doch war die Freude über D-Mark, freie Wahlen und Reisemöglichkeiten sehr schnell durch den Verlust des Arbeitsplatzes, ja des gesamten bisherigen Lebens getrübt oder ganz dahin.

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Mysterium Rabenvögel

Krähen sind (nicht nur das „Wappen“tier von „Outbird„, sondern auch) hochintelligent, gewitzt, spiegeln und faszinieren ihr (menschliches Gegenüber), lüften Geheimnisse und durchschauen Geheimniskrämerei. Als Krafttier unterstützen sie dabei, die Wahrheit aufzudecken, Lügner zu enttarnen und die eigenen Schattenseiten zu erforschen – ohne sich dafür in die Welt der Toten begeben zu müssen. Auch gilt die Krähe als Hüterin der heiligen Gesetze; viele heilige Schriften und Rituale indigener Völker stehen unter ihrem Schutz.

Einen sehr interessanten (wenngleich sehr irdischen) Beitrag zu den Rabenvögeln fand ich in der „Zeit“:

„… der Verhaltensforscher Konrad Lorenz pfiff auf jeglichen Aberglauben und näherte sich den taubengroßen Vögeln mit dem Blick eines Forschers. Dabei fand er unter anderem heraus, dass Dohlen sich über ihre Instinkte hinaus merken können, wer ihnen wohlgesonnen ist und wer nicht. Nähert sich ein Feind, warnen sie ihre Artgenossen mit speziellen Rufen. Stimmlich spielen Dohlen ohnehin in der Vogel-Champions-League, sie sind nämlich großartige Imitatoren: Neben ihrem angeborenen Repertoire schnappen sie im Laufe ihres bis zu zwei Jahrzehnte langen Lebens unzählige Geräusche auf – um ihre Stimme zu trainieren, aber auch, um andere Tiere und Artgenossen zu täuschen.

[…]

Die Vögel mit den auffallend hellblauen Augen sind nicht nur Nachmacher, sondern vollziehen auch geistige Transferleistungen: Plant eine Dohle, ihr Nest in einem Schornstein zu bauen, lässt sie zunächst einen Zweig hineinfallen, um zu hören, wie tief der Schlot ist. Dohlen sind Höhlenbrüter, neben Schornsteinen stehen Mauerlöcher, Dachstühle und Kirchtürme hoch im Kurs. Die Vögel sind zudem versierte Kletterer, eine senkrechte Mauer stellt keine Herausforderung für sie dar…“

Quelle / gesamter Artikel: hier.

Bildnachweis: Lili Popper / Unsplash.

 

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What a wonderful life…

Es sieht aus wie ein riesiger Kamm und könnte unsere Ozeane retten: das „Pacific Garbage Screening“ (PGS). Noch ist die Anlage in der Entwicklungsphase, doch die Idee ist vielversprechend. Das PGS ist eine riesige schwimmende Plattform, die durch ihre spezielle Bauweise Plastikmüll aus dem Meer filtern soll. So könnten die Meere gereinigt und tausende Meereslebewesen gerettet werden. Denn für Fische, Meeressäuger und Vögel stellt Plastikmüll eine große Gefahr dar: Sie verheddern sich darin, fressen ihn versehentlich und sterben daran.

[…]

Die PGS-Plattform soll architektonisch so konzipiert sein, dass sie die Strömungen beruhigen kann und das Plastik wieder an die Oberfläche treibt. 35 Meter lange „Kiele“ bilden unter der Anlage eine Art Kanalsystem von etwa 400 Metern Länge.

„Das Wasser strömt durch das Kanalsystem, dabei werden die Bewegungen des Meeres punktuell beruhigt“, erklärt uns die Initiatorin des Projekts, Marcella Hansch. Das Plastik kann nun also durch seinen eigenen Auftrieb an die Oberfläche steigen und dort abgeschöpft werden. „Wir wissen aufgrund von ersten Berechnungen, dass dieses Prinzip funktioniert“, sagt Hansch. Das Projekt Pacific Garbage Screening war ihre Masterarbeit im Fach Architektur. Vor vier Jahren entwarf sie die Anlage, inzwischen steht hinter dem Projekt ein 15-köpfiges Team von Ehrenamtlichen. …“

Quelle / gesamter Artikel: Utopia.de

Bildnachweis: Pacific Garbage Screening

 

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Das Glück der Berührung

„Es ist die Berührung eines anderen, durch die ein Mensch sich spüren und sich zu sich selbst positiv in Beziehung setzen kann.

[…]

Da sie von Anfang an und vermutlich das ganze Leben hindurch maßgeblich am Aufbau des Immunsystems beteiligt ist, ist es auch denkbar, dass so manche Krankheit aus einem Mangel an Berührung resultiert.

[…]

Und nicht nur sinnlich, sondern auch seelisch und geistig stellt Berührung Beziehungen und Zusammenhänge aller Art her, sodass ein Mensch sich in ein Netz eingebettet sehen kann und nicht mehr metaphysisch einsam fühlen muss, bis hin zur Einbettung in eine Dimension, die eine umfassende Antwort auf die Frage nach dem Sinn zu geben vermag. Wenn aber die Sinngebung durch Berührung wegfällt, ausbleibt und verweigert wird, kann eine schreckliche Sinnleere die Folge sein, die das Leben schwermacht: Wer nicht berührt wird, wird seiner selbst unsicher und weiß nicht mehr, wer er ist.“

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„Der Körper setzt eine Kaskade von Prozessen in Gang, wenn wir hautnah wohltuende Wärme erfahren. Oxytocin im Blut aktiviert das parasympathische Nervensystem, was die Muskeln entspannt und die Nerven weitet. Oxytocin erzeugt körperliche Reaktionen, die mit dem angenehmen Erleben von Nähe verbunden sind. Darauf beruht seine Langzeitwirkung. Denn das Hormon selbst wirkt im Blut nur wenige Minuten. Häufige Oxytocinstöße aber impfen den Organismus gegen Stress.“

Quelle: „Psychologie heute“, Ausgabe 11 / 2016

 

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Borderline – ein Gleichnis

Aufmerksame Leser* meines Blogs wissen um mein Interesse an den Ausprägungen der menschlichen Psyche (wie beispielsweise Autismus, Borderline, Hochsensibilität oder Synästhesie), die im Miteinander überwiegend als „unnormal“ bewertet und abgetan werden. Oder, dass ich Zitate mitunter für tiefweise und brillante Gleichnisgeber halte. Ein vortreffliches Gleichnis – als Ergänzung zum Wikipedia-Eintrag – ist dieses Zitat zu Borderline, welches anstelle von Klischees ein besseres Verständnis ermöglicht und als idealer Diskussionsansatz – gern auch auf diesem Blog – dienen kann:

„Wenn sie sich vorstellen, dass unser emotionales System wie ein Pferd ist, dann sitzen die Menschen im Allgemeinen auf einem Ackergaul. Relativ robust, zuverlässig und stabil. Personen mit einer Borderline-Störung hingegen sitzen auf einem Araberhengst. Er geht leicht durch, reagiert äußerst empfindlich auf jedwede Außenreize. Er hat ein starkes Temperament und ist nur schwer zu bändigen. Das heißt, die Betroffenen benötigen nicht nur eine Menge an spezifischen Fähigkeiten, sie müssen auch ausdauernd und intensiv trainieren.“

(Quelle: M. Bohus + M. Wolf-Arehult)

*Gemeint sind – selbstverständlich – immer alle Geschlechter.
 

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Epigenetik: Vererbung von Traumata

4973532326_6c75ba32ba_zVererbte Traumata und die Tatsache, dass wir bis zu sieben Generationen weit in die Vergangenheit traumatische Erfahrungen „aufgesammelt“ haben können, stößt schon seit Längerem auf mein Interesse. Bei aller (anzustrebenden) Selbstbestimmtheit ist damit nicht auszuschließen, dass Stimmungsschwankungen, Hochempfindlichkeiten und in manchem Lebenslagen mangelnde Widerstandsfähigkeiten bei manchen Menschen eben genau darauf zurückzuführen sein könnten:

„… Ein Team von Wissenschaftlern des New York Mount Sinai Hospital, angeführt von Rachel Yehuda, untersuchte die Gene von 32 jüdischen Männern und Frauen, die entweder in einem Konzentrationslager gewesen und dort Zeuge und Opfer von Folter wurden, oder sich jahrelang während des zweiten Weltkriegs verstecken mussten.

Außerdem analysierten sie die Gene ihrer Kinder. Die, so weiß man schon länger, häufiger an Stress-Erkrankungen leiden als andere Menschen. Man verglich die Gene mit denen von jüdischen Familien, die während des Krieges außerhalb von Europa – und damit deutlich sicher lebten. Man fand große Unterschiede.

[…]

Die Ergebnisse gelten als deutlichstes Beispiel dafür, dass sich Traumata über die sogenannte „epigenetische Vererbung“ über Generationen fortpflanzen. So, wie auch Rauchen, die Ernährung und Stress allgemein die Gene von Kindern und womöglich sogar von Enkelkindern beeinflussen.

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