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Archiv der Kategorie: Mythologie + Ursprung

Aus dem Keltischen

„Der Tag, an dem die Last auf deinen Schultern unerträglich wird und du strauchelst, möge die Erde tanzen, dir das Gleichgewicht wiederzugeben.

Und wenn deine Augen hinter grauem Fenster zu Eis erstarren und das Gespenst des Verlustes sich einschleicht, möge ein Schwarm von Farben, tiefblau, rot, grün und azur, herbeikommen, dich auf einer Au der Freude aufzuwecken.

Wenn die Leinwand des Denkens spröde wird und ein Fleck Ozean schwarz unter dir wächst, möge ein Pfad gelben Mondlichts sich über die Wellen legen, dich sicher ans Ufer zu führen.

Möge die Nahrung der Erde dein sein, möge die Klarheit des Lichts dein sein, möge die Flüssigkeit des Ozeans dein sein, möge der Schutz der Ahnen dein sein.

Und möge ein sanfter Wind diese Worte der Liebe um dich schmiegen, wie ein unsichtbarer Mantel, der dein Leben behüten soll.“

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Mysterium Rabenvögel

Krähen sind (nicht nur das „Wappen“tier von „Outbird„, sondern auch) hochintelligent, gewitzt, spiegeln und faszinieren ihr (menschliches Gegenüber), lüften Geheimnisse und durchschauen Geheimniskrämerei. Als Krafttier unterstützen sie dabei, die Wahrheit aufzudecken, Lügner zu enttarnen und die eigenen Schattenseiten zu erforschen – ohne sich dafür in die Welt der Toten begeben zu müssen. Auch gilt die Krähe als Hüterin der heiligen Gesetze; viele heilige Schriften und Rituale indigener Völker stehen unter ihrem Schutz.

Einen sehr interessanten (wenngleich sehr irdischen) Beitrag zu den Rabenvögeln fand ich in der „Zeit“:

„… der Verhaltensforscher Konrad Lorenz pfiff auf jeglichen Aberglauben und näherte sich den taubengroßen Vögeln mit dem Blick eines Forschers. Dabei fand er unter anderem heraus, dass Dohlen sich über ihre Instinkte hinaus merken können, wer ihnen wohlgesonnen ist und wer nicht. Nähert sich ein Feind, warnen sie ihre Artgenossen mit speziellen Rufen. Stimmlich spielen Dohlen ohnehin in der Vogel-Champions-League, sie sind nämlich großartige Imitatoren: Neben ihrem angeborenen Repertoire schnappen sie im Laufe ihres bis zu zwei Jahrzehnte langen Lebens unzählige Geräusche auf – um ihre Stimme zu trainieren, aber auch, um andere Tiere und Artgenossen zu täuschen.

[…]

Die Vögel mit den auffallend hellblauen Augen sind nicht nur Nachmacher, sondern vollziehen auch geistige Transferleistungen: Plant eine Dohle, ihr Nest in einem Schornstein zu bauen, lässt sie zunächst einen Zweig hineinfallen, um zu hören, wie tief der Schlot ist. Dohlen sind Höhlenbrüter, neben Schornsteinen stehen Mauerlöcher, Dachstühle und Kirchtürme hoch im Kurs. Die Vögel sind zudem versierte Kletterer, eine senkrechte Mauer stellt keine Herausforderung für sie dar…“

Quelle / gesamter Artikel: hier.

Bildnachweis: Lili Popper / Unsplash.

 

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Summe 

„Die Summe meiner Eigenschaften ist ein komplizierter Bruch.“

Songzitat aus „Identitetris“ von Pavlidis feat. Lemur & Käptn Peng

 

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Oriah Mountain Dreamer | Es ist für mich nicht wichtig…

wolf-1352242_960_720Es ist für mich nicht wichtig, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist
und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es ist für mich nicht wichtig, wie alt du bist.
Ich möchte wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,
um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es ist für mich nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich möchte wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast, ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
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Zwillingsseelen (eine Infragestellung)

1390908799-207Für Menschen, die sich am (spirituellen) Konzept der Zwillings- oder Dualseelen einmal verbrannt haben, gibt es mit nachfolgendem Text eine erweiterte, vollständigere Perspektive:

„Die Idee der Zwillingsseelen übt eine starke Anziehungskraft auf Euch aus. Aber so etwas kann unter Umständen auch gefährlich sein, weil es dazu führen kann, dass der Geburtsschmerz und die emotionale Abhängigkeit der beiden entsprechenden Seelen verstärkt wird, anstatt sie zu lösen. Das passiert immer dann, wenn Ihr das Konzept der Zwillingsseelen so interpretiert, als gäbe es da eine andere Person, die perfekt zu Euch passt und Euch „ganz“ macht. Es ist die Vorstellung einer Zwillings­seele als „anderer Hälfte“. In diesem Fall nehmt Ihr an, dass die Einheit und Sicherheit, die Ihr so tief vermisst, in jemand anderem zu finden ist, der perfekt zu Euch passt.

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Urvertrauen (eine Suche)

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Gestern abend suchte ich im Internet nach dem Begriff „Urvertrauen“. Ein Begleitbegriff der letzten Jahre und Thema meiner aktuellen Lebenszeit. Ich wurde, gemessen an meiner Bauchresonanz, nicht fündig. Was ich überwiegend fand, waren Artikel über Kindheit und frühe Geborgenheit (nicht selten aus Sicht eines mir zu einseitigen Mutterzentrismus), einige mit starkem Bezug zu Yoga, wie aber auch zwei Websites, die zum Einen mit „Lichtessenzen“, zum Anderen mit „Seelen Spray“ warben. Ja nee, is klar…

Die eigentliche Antwort fand ich nicht. Eine Antwort, die mein Bauch als richtig empfunden hätte. Unbestritten ist frühkindliche Geborgenheit Fundament für Lebensvertrauen, aber Ur-Vertrauen? Ist das nicht vielmehr über das menschliche Verstehen weit hinausgehendes elementares Vertrauen? Etwas, was mit der Seele eng verbunden ist? Irgendwie blieben die Ergebnisse oder vielmehr das Ergebnis meiner Suche fragmentarisch und ohne tief wurzelndes Verständnis:

„…Urvertrauen ist Vergangenheit. Urvertrauen ist, was wir verloren haben.

Denn was gäbe es schon zu dem Thema zu sagen, wenn es intakt und heil und glücklich wäre?

Längst sind alle einer Meinung: Urzuvertrauen ist dumm, denn diese Welt ist groß und gefährlich… Wer sich nicht dem Vorwurf aussetzen möchte, rosarot verblendet zu sein, stimmt zu: Unsere Welt ist unsicher.

So wird „Urvertrauen“ zu einer absurden Idee gemacht, die sich vor unserem Verstand zu verantworten hätte. Wir verklagen uns selbst und gegenseitig wegen fahrlässiger Naivität und verurteilen uns, mit einem zynischen Lachen, „erwachsen“ zu werden.

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Hehaka Sapa (Black Elk) | Heilige Pfeife

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„Sieh’, ich fülle diese heilige Pfeife mit der Borke der roten Weide; aber ehe wir sie rauchen, musst du sehen, wie sie beschaffen ist, und was sie bedeutet.
Die vier Bänder, die hier am Rohr hängen, sind die vier Viertel des Alls.
Das Schwarze ist für den Westen, wo die Donnerwesen wohnen, die uns den Regen senden;
das Weiße für den Norden, von wo der große, weiße, reinigende Wind kommt;
das Rote für den Osten, wo der Morgenstern wohnt, der die Menschen mit Weisheit begabt;
das Gelbe für den Süden, wo der Sommer herkommt und die Gewalt des Wachstums für Pflanzen, Tiere und Menschen.
Aber diese vier Geister sind am Ende nur ein Geist, und diese Adlerfeder hier ist für diesen einen, der gleich dem Vater ist, und sie ist auch für die Gedanken der Menschen, die sich so hoch wie der Adler erheben sollten.
Ist nicht der Himmel ein Vater und die Erde eine Mutter, und sind nicht alle lebenden Dinge mit Füßen oder Flügeln oder Wurzeln ihre Kinder?
Und diese Tierhaut hier am Mundstück, die aus Büffelhaut sein sollte, bedeutet die Erde, von der wir gekommen sind und an deren Brust wir wie kleine Kinder unser Leben lang saugen, zusammen mit all den Tieren und Vögeln und Bäumen und Gräsern.
Und weil sie all das aussagt, und dazu noch mehr als irgendein Mensch verstehen könnte, darum ist diese Pfeife heilig.“

 

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