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Will Carruthers | Probleme

08 Aug

„Alle Probleme, die ich hatte, haben immer mit mir zu tun. Sogar die, von denen ich annahm, ich hätte sie mit anderen. Waren immer meine.“

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20 Antworten zu “Will Carruthers | Probleme

  1. roerainrunner

    August 8, 2017 at 11:58 am

    Definitionssache, oder?
    Wenn ich sage „Ich habe ein Problem mit Nazis“, kann das Problem natürlich darin bestehen, dass Nazis existieren (verschiebe auf sie) oder darin, dass ich keine Nazis mag (verschoben auf mich) oder darin, dass ich es mir nicht leisten kann, auf einer einsamen Insel zu leben (wieder mein Problem). 😀

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    • Tristan Rosenkranz

      August 8, 2017 at 1:03 pm

      Aus Deinem Munde bzw Deiner Tastatur hört sich das ganz schön kompliziert an… ich verstehe Dich, und noch viel mehr verstehe ich Carruthers 🙂

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      • roerainrunner

        August 8, 2017 at 1:05 pm

        Probleme sind immer Ansichtssache, denke ich.
        Viele Leute machen sich selbst Probleme. Und dennoch sind das eben Probleme für sie, die man ernstnehmen sollte.

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      • Tristan Rosenkranz

        August 8, 2017 at 1:36 pm

        Ich sehe seine Aussage in seiner Klarheit anders: man kann immer andere verantwortlich machen, man kann aber auch bei sich die Ursachen für Probleme suchen. Zu ersterem „Lösungs“ansatz gibt es mehr als genug Menschen.

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      • roerainrunner

        August 8, 2017 at 1:49 pm

        Kommt dennoch auf das Problem an, finde ich. Wenn mir jemand ins Gesicht boxt, ist das definitiv dessen Verantwortung. Oder ist das mein Problem, weil mein Gesicht scheiße aussieht?

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      • Tristan Rosenkranz

        August 8, 2017 at 1:53 pm

        Ach komm, wir wissen doch beide, was (nicht) gemeint ist… 🙂

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      • roerainrunner

        August 8, 2017 at 1:58 pm

        Vielleicht. Aber er drückt sich nicht klar aus. Und ich weigere mich, alle Probleme meines Lebens als „mein“ Problem zu betrachten. Das ist genauso einfach und kurzsichtig, wie zu behaupten, alle anderen wären schuld.

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      • Tristan Rosenkranz

        August 8, 2017 at 5:53 pm

        Ich hatte mal eine gute Freundin, die so gut wie nie auf Intuition oder ihren Bauch hörte, was eine Antwort oder Resonanz betraf, immer aber alles zerdiskutierte. Ich meine: wir können lernen, dem zu vertrauen, was unsere Intuition und / oder Resonanz zu einer Aussage sagen, wir können aber auch dem Verstand folgen…

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      • kopfundgestalt

        August 10, 2017 at 6:15 am

        Unsere Intuition kann auch bisweilen trügen, das wissen wir alle. Aus was sie jeweils gespeist ist, können wir ja nicht einsehen.
        Wenn man „ungünstige“ Prägungen hat, kann Intuition warnen, wo es keiner Warnung bedarf.

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      • Tristan Rosenkranz

        August 10, 2017 at 6:17 am

        Das ist richtig, und sicher haben meiner Erfahrung nach viele Menschen auch kein Gespür, inwiefern sie sich [unnötig] in einer Opferhaltung aufhalten anstatt die eigenen Anteile bestehender Probleme zu erfassen.

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      • kopfundgestalt

        August 10, 2017 at 6:24 am

        „Opferhaltung“ ist schon mal ein Begriff, der nicht allgemein bekannt sein dürfte.
        Meine Partnerin sagt manchmal: „Das ist nur in Deinem Kop!f“ – und ich glaube ihr, denn soweit verstehe ich sie, daß sie mir nichts Böses will. In der Tat gibt es keine Gewähr, daß man „richtig“ wahrnimmt. Die Wahrnehmung kann verzerrt sein. Es können Filter wirksam sein. Manchmal hört man Dinge, die nicht gesprochen wurden.
        Unser Gehirn erschafft die Welt.

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      • Tristan Rosenkranz

        August 10, 2017 at 6:28 am

        Opferhaltung ist dennoch weit verbreitet, Schuld an eigener Kindheit oder eigenem Leid sind meist externe Umstände. So das Denken. Dass das eigene Denken (und also Handeln) aber maßgeblich mitgestaltet, wird oft übersehen.

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      • kopfundgestalt

        August 10, 2017 at 7:03 am

        Tja, da muß man unterscheiden, wer Opfer und Täter ist. Manchmal wird mit einem was gemacht: Verwahrlosung, Missbrauch, Härte in der Kindheit.
        Das arbeitet dann untertage in einem weiter und zwar massiv.
        Als Erwachsener hat man gewisse Chancen, diese Dinge aufzuarbeiten.
        Doch selbst gebildete und in der Psychologie bewanderte Menschen haben es schwer.
        Das Neuronennetz im Kopf ist seit der frühen Kindheit gewebt – man kann durch geduldige innere Arbeit daran drehen.
        Es gibt da auch diverse neuzeitliche Ansätze.

        Zwischenzeitlich hilft aber immer, so denke ich, sich zu prüfen, ob die Wahrnehmung des Moments oder der Vergangenheit wirklich stichhaltig ist.
        Wie schrieb mal jemand: Wir erfinden unsere Geschichte ständig neu.

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      • Tristan Rosenkranz

        August 10, 2017 at 7:17 am

        Man kann sich meiner Meinung nach nur entwickeln und Traumata auflösen, wenn man es schafft, die Opferhaltung zu verlassen, selbst wenn man keine Anteile am Geschehen hatte.

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      • kopfundgestalt

        August 10, 2017 at 7:27 am

        Ja, etwa bei Missbrauch.
        Man muß akzeptieren lernen, daß man geschädigt ist und von da aus weiterlaufen und das Beste daraus machen.
        „Wer sich aufgibt, ist verloren“ gilt auch hier! Das meint hier speziell: Wer glaubt, er hätte keine Wahl, der irrt. Und wenn der Kampf um Besserung Jahrzehnte dauern sollte und auch vergebens, er muß angegangen werden.

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      • Tristan Rosenkranz

        August 10, 2017 at 7:28 am

        Das bringt es auf den Punkt: Opferhaltung ist von Selbstaufgabe nicht weit entfernt.

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      • kopfundgestalt

        August 10, 2017 at 7:34 am

        Kurz und knapp.

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  2. kopfundgestalt

    August 9, 2017 at 7:32 pm

    Man steckt nun mal tief in der Subjektivität.
    Es ist immer gut, sich zu hinterfragen, ob die Sicht, die man hat, wirklich einer Prüfung standhalten kann.
    Natürlich gibt es Situationen, in denen man ganz klar sein kann! (Für die Zeit, in der man gerade ist).

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  3. Mirjam M.

    August 11, 2017 at 9:29 am

    Niemand ist seines Glückes Schmied! Und für die Probleme trifft das teilweise wohl auch zu.
    Denn oft sind Menschen ja unfähig, das zu ändern was sie nervt. Die Probleme mögen das. Sowas zieht sie an. (:
    Manche Probleme lassen sich sogar auch aus der Luft greifen..

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    • Tristan Rosenkranz

      August 11, 2017 at 9:44 am

      Ach doch, wir können mit unserem Denken, Wachsen und Handeln schon viel von dem beeinflussen, was unseren Weg oder gar unser Glück ausmacht…

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