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Archiv für den Monat Mai 2017

Ulrich Schaffer | Geheimnisvoll verbunden

Du hältst meine Bedeutung
und das Herz meiner Bestimmung
in deinen Händen.

Schau mir in die Augen
und du siehst ein Stück deines Weges,
der sich in meiner Iris abzeichnet.

In den Falten deines Wesens
liegen versteckt Schlüssel
zu meiner Entwicklung.

Kannst du sehen,
wie ich in deinen Leben das verknüpfe,
was du nie zusammensehen konntest?

Meine Tiefe erreiche ich erst
wenn du mich anhauchst,
Atem des Lebens.

Nimm meine Worte und Blicke ernst, so wie ich deine.
Wir erschließen einander die Alphabete des Wachsens,
sind Lehrer und Schüler in einem.

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Von der Schwierigkeit zu lieben

Wieviele von uns sehen sich zumindest teilweise in diesen zur Gänze lesenwerten Zeilen gespiegelt?:

„Bitte höre, was ich nicht sage!
Laß dich nicht von mir narren. Laß dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache. Denn ich trage tausend Masken, die ich fürchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob, ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber laß dich dadurch nicht täuschen, um Gottes Willen, laß dich nicht von mir narren.

Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und mein Spiel Kühle, als sei ich ein stilles Wasser und als könne ich über alles bestimmen, so als brauchte ich niemanden. Aber glaube mir nicht, bitte glaube mir nicht!

Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist eine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes. Darunter bin ich wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und alleine. Aber ich verberge das. Ich möchte nicht, daß es irgendjemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwäche bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine lässige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick schützt, der mich erkennen würde. Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn er verbunden wäre mit Angenommenwerden, mit Liebe. Das ist das einzige, das mir Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann:
Daß ich wirklich etwas wert bin!

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Summe 

„Die Summe meiner Eigenschaften ist ein komplizierter Bruch.“

Songzitat aus „Identitetris“ von Pavlidis feat. Lemur & Käptn Peng

 

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Denkfrage

Gibt es eine Erlösung?

 
 

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What a wonderful life…

Gestern in Thalbürgel / Ostthüringen.

 

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Freiheit

„Die Freiheit ist da, tief in uns, sie wohnt dort, so tief wie unser innerstes Ich. […] Sie ist das Denken des innersten Ichs, das Denken unseres Selbst in der Geschichte. Wir müssen nichts anderes tun, als dieses Denken zu wecken. Oft ist es gefangen in einer Ohnmacht. Es gibt alle möglichen Formen der Gefangenschaft, […] Angst, Alpträume, Krampf, Apathie. Dazu kommen die Schlacken, immerzu Schlacke, solange wir leben. Ein schwerer Niederschlag von Ehrgeiz, Macht, Habgeiz, Besitz, rostige, giftige, aschene Schlacken.“

Buchzitat aus „Kruso“ von Lutz Seiler

 

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Poesie 

„Ins Innere der Poesie kommen wir nie. […] Was wir aber brauchen, ist unsere Stimme, sie ist die Musik, sie lauscht den Worten die Welt ab. Was wir brauchen, ist unsere Stimme und einen Raum voller Abwesenheit – ein Ort zur Gewinnung von Zeit.“

Buchzitat aus „Kruso“ von Lutz Seiler

 

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