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Archiv für den Monat März 2017

Vom Loslassen

Ich hatte vor einiger Zeit den Beitrag „Zurück ins Private“ gepostet und bemerke gerade, dass vom damaligen Schritt zum heutigen Ist bereits eineinhalb weitere Jahre vergangen sind. Ich habe diesen Blog immer freigehalten von meinem Engagement, weil ich ihn als persönliche Website und als Schutzzone vor negativen Energien verstanden habe und verstehe. Keine Politik, keine Themen, die Spaltung, Schmerz und Schuldzuweisungen in sich tragen.

Da ich allerdings mit meinem gestrigen Austritt aus dem von mir aufgebauten „Gleichmaß e V.“ einen wichtigen Lebensschritt gegangen bin und gehe, möchte ich an dieser Stelle – vielleicht um zukünftige Fehleinschätzungen oder Einbeziehungsversuche meiner Person gegenüber zu vermeiden, vielleicht um mich und die Situation hinter meinem damit beendeten Engagement besser zu verstehen – mein als Rundmail verschicktes Abschiedsschreiben leicht gekürzt hier hinterlegen:

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer, Freunde und Familie,

mit der heutigen Rundmail möchte ich mich aus der Vereinsarbeit und Mitgliedschaft beim Gleichmaß e. V. verabschieden.

Es sind fast genau zehn Jahre vom ersten Selbsthilfe-Engagement bis heute, in denen ich für die Leitung und / oder Gesamtkoordination dieser Initiative verantwortlich war. In dieser Zeit haben wir eine Wanderausstellung organisiert, zwei Anthologien veröffentlicht, eine Lesung, einen Film- und zahlreiche Gesprächsabende organisiert, das Männerberatungsnetzwerk aufgebaut, die Gewaltschutzwohnung für Männer in Gera – zunächst für ein modellhaftes Jahr – eröffnet und im Hintergrund unzählige Gespräche geführt.

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16 Kommentare

Verfasst von - März 30, 2017 in In eigener Sache

 

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Druckfrisch: „Outscapes“ – Magazin Nr. 3

Vielleicht ist es für uns als Redaktionsteam, für mich, ein Anker, ein Innehalten, im Vierteljahresrhythmus das „Outscapes“-Magazin herauszugeben und die Zeit nach dem unvermeidlichen Davor zu genießen. Ein Resultat schier wahnwitzigen Idealismus´ und unglaublich hoher Energieausstöße, der Koordination teilweise über vierzehn Tage und länger andauernder Konversationen und Verhandlungen geschuldet. Mails, Telefonate, das Anschwellen der Tonintervalle eingehender Nachrichten. Interviews, Berichte, eine Rezension, Bild-Lyrik-Symbiosen, die gefühlt richtige Grafik, endlos viele Chancen, Offenbarungen, Korrekturen… immer wieder Korrekturen…

Warum das alles sein muß? Weil es einer tiefen Befriedigung gleich kommt, seine Träume zu verwirklichen, wundervoll kreative Menschen sichtbar zu machen, zunehmend positive Resonanzen zu erhalten und als Medium immer ein Stück weiter wachsen zu können. Magazin 3 ist vor wenigen Tagen nun erschienen.
Die treibenden Größen des Emo-Punks (und diverser anderer Schubladen) „Fliehende Stürme“ haben sich im Interview im Leipziger „Puschkin“ verewigt, das hochenergetische Multitalent Bianca Stücker spricht über ihre Obsessionen zwischen Tanzshows, Buchveröffentlichungen und Musikprojekten, vom „schreibenden Krüppel“ Benjamin Schmidt sind Einblicke in ein Autorenleben mit Querschnittslähmung zu erhalten, auch spricht – nicht zuletzt – Emma Wolff über japanische Haiku-Lyrik, ihr Engagement für (Eltern) autistische(r) Kinder und Spiritualität… von weiteren Inhalten an dieser Stelle zu schweigen…

Es mag subjektiv klingen und die ersten Resonanzen verallgemeinern, aber das aktuelle „Outscapes“-Magazin ist einmal mehr sehr lesenswert. Es hat einmal mehr an Umfang gewonnen und gibt all jenen ein Gesicht, die in den Feuilletons und Kultursendungen allzu oft vergessen werden… Wer das in der „Edition Outbird“ erschienene Magazin kauft oder abonniert, unterstützt damit auch unser Engagement für alternative Kreativkultur.

Ich, wir, sage(n) herzlichen Dank!

 

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Michael Schweßinger | Beim Esel links

„Ich hatte meine Biographie über die Jahre mit einigen psychoaktiven Frauen angereichert. Eine nette Sammlung von Borderlinern, Multiplen, Bipolaren, wenn man bei der Fremdbenennung durch die Heiler bleiben wollte. In Wahrheit verbargen sich dahinter herausragende Individuen, die einem unbekannte Perspektiven auf das Leben schenkten, auch wenn man nach so einer Beziehung erst einmal fix und fertig war. Ich hatte mittlerweile ein gutes Frühwarnsystem entwickelt, was gefährliche Frauen betraf, allerdings stellte ich es meistens wie einen lästigen Wecker ab, wenn der Alarm ertönte.

[..]

Spiegelblicken folgten gewöhnlich Häutungen in dieser hautlosen Phase, in der sich das Neue bildet und sich das Alte abstreift, war man ungeschützt gegen alle Emotionseinbrüche, schon kleinste Assoziationen konnten einen in Abgründe reißen, von denen man sich wochenlang nicht erholte oder banale Nichtigkeiten zu aufbrausender Aggressivität führten.“

Aus: „Beim Esel links“ – eine Roadnovelle

Michael Schweßinger on Tour: bitte hier entlang.

Bildnachweis: Christian Haubold

 

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Buchmesse Leipzig: „Outbird“-Lesenacht im Beyerhaus am 25. 03. 2017

Mit dem Runterdimmen des Blogbetriebs auf meine ureigenen Lebensfrequenzen und damit Besinnen auf vorrangigste Themen tauchen die Dinge, Worte, Texte und Hinweise auf, die geteilt werden wollen…

Ich möchte mit einiger Vorfreude an dieser Stelle mitteilen, dass ich als Teil des Rahmenprogramms „Leipzig liest!“ der Leipziger Buchmesse am 25. 03. 2017 mit Freunden die „Outbird„-Lesenacht im Beyerhaus veranstalte. Das zentrumsnahe Beyerhaus ist eine mit Geschichte, Flair und Patina reich beschenkte Lokalität, in dessen überaus beeindruckendem Gewölbekeller an diesem Abend Autoren für beste Unterhaltung sorgen werden. Das Programm spannt sich von mit Bluegrass und Folk ummantelten, prosaischen Amourismen und Schalkhaftigkeiten hin zum chaotisch-literarischen PunkKabarett mit einer festen Prise, tief(enentspannt)er Weltreiseweisheiten. Infos zu Künstlern und Programm sind bitte diesem Link zu entnehmen, der Eintritt ist frei.

Ich freuen mich auf Sie / Euch!

 
7 Kommentare

Verfasst von - März 7, 2017 in In eigener Sache, Literatur

 

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Des Bloggens müde?

…nein, eigentlich nicht. Und ja, irgendwie doch. Derzeit rennt die Zeit in ihrer reichhaltigen Fülle, vieles hat sich entwickelt und entwickelt sich und bedarf meiner achtsamen Sinne. Und sosehr ich Lebensweisheiten liebe, die immer wieder zu mir kommen, Lieblingsplätze und all diese feinen Dinge, so sehr scheint es mir mittlerweile oder momentan überholt, diese kreisförmigen Bewegungen fortzuführen. Zudem komme ich kaum noch dazu, meine liebsten Blogs, die Zeilen, Bilder und Welten meiner Blogfreunde zu besuchen, zu genießen und wertzuschätzen. Es kann und wird also eine neue Fragmentierung stattfinden – von Zeit und In(ne)halten. Das nimmt mir den Druck, den selbstgemachten, den es zuletzt bedeutet hat und der bekanntlich ja jede Kreativität auf Messers Schneide setzt… Ich werde bleiben – und gehen. Passt also zu meiner Ambivalenz 🙂 Sobald sich im Geiste alles sortiert hat, nicht dieser allgemeinen Gier nach Selbstdarstellung hinterherhetzt (von der sich das Bloggerversum in weiten Teilen so angenehm abhebt) und befähigt ist, mit dem großen Flusse zu fließen, werde ich auch hier wieder Spuren legen… also „bald“, wenn man es relativ betrachten will…

 
 
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