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Statusmitteilung

Hermann Meyer | Spiegelung

07 Jun

„Wir fallen auf unsere eigenen Widerspiegelungen herein, wir fühlen uns davon bedroht, wir kämpfen dagegen an, wir erkennen nicht, dass das, was uns so ängstigt, wir selbst sind. Schicksal ist im Grunde nichts anderes, als immer wieder auf das neue die Begegnung mit sich selber, Begegnung mit den eigenen erlösten und unerlösten Persönlichkeitsanteilen, Begegnung mit den eigenen Vorurteilen, Einstellungen, Maßstäben und Idealen, Begegnung mit den eigenen Trieben und Gefühlen, mit dem eigenen Freiheitsdrang, mit dem eigenen Machtstreben.

[…]

Das Gesetz der Affinität besagt also, dass eine Verwandtschaft, eine Entsprechung besteht zwischen der Innenwelt und der Außenwelt, dass das, was uns außen begegnet, auch in uns wohnt, dass die äußeren Symbole, die uns umgeben, Widerspiegelungen unseres Innenlebens sind.
Oder anders ausgedrückt: alles, was in uns wohnt, was unsere Seele beherbergt, wird auf den Bildschirm des Raumes projiziert und erscheint dort in Form von anderen Menschen, in Form von Symbolen und Ereignissen. Wir sind überall von uns selber umgeben. Insofern kann der einzelne sich selbst über seine äußeren unbewussten und bewussten Projektionen erkennen. Die äußeren Projektionen machen deutlich, wie es in dem Betreffenden aussieht. Daher ist nicht das entscheidend, was jemand sagt, sondern wie es in seinem Leben aussieht.

[…]

Nur dass, was jemand zu leben imstande ist, ist seine Wahrheit, ist seine wahre Entwicklungsstufe.“

Buchzitat aus „Die Gesetze des Schicksals“

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6 Antworten zu “Hermann Meyer | Spiegelung

  1. gkazakou

    Juni 7, 2016 at 1:40 pm

    ein interessanter Gesichtspunkt. Und doch, so apodiktisch gesagt, kann er auch zu viel Missverständnis führen.

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    • Tristan Rosenkranz

      Juni 7, 2016 at 2:00 pm

      Eine Freundin schrieb mir, sie bekäme von der Vorstellung umfassender Spiegelung Übelkeit. Und doch zieht sich die Aussage hier quer durch die Köpfe, auch Goethe, Pierre Franckh oder spirituelle Leute
      vertra/eten die These, dass das Denken und die inneren Bilder oder Prägungen das Außen gestalten bzw darin wiederzufinden sind.

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  2. Anhora

    Juni 7, 2016 at 2:47 pm

    Da gruselts mich ja, wenn ich mir das vorstelle! Und doch … ist es wahrscheinlich wahr. Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass man sich die zum eigenen Seeenleben passenden Personen aussucht, sondern dass man die dem eigenen Seelenleben entsprechenden Facetten in anderen Personen aktiviert.

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    • Tristan Rosenkranz

      Juni 7, 2016 at 3:19 pm

      Mit dem Aktivieren liegst Du richtig, mancheiner nennt es unbewusstes Anziehen. Verwirrend wird Meyer in seinem Buch allerdings mit der These des Komplementärs. Heißt, dass wir ergänzt werden durch ein äußeres Zuviel, wo wir eine Unterdrückung und Selbstbeschneidung leben. Ich hatte dazu schon einmal ein Zitat von ihm: https://heavensfood.wordpress.com/2016/02/22/hermann-meyer-schuldgefuehle/ … verwirrend ist es insofern, dass ich immer dachte, das Innere erzeuge das Äußere direkt, nicht seitenverkehrt. Nun ja…

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      • Anhora

        Juni 7, 2016 at 8:25 pm

        Diesen früheren Satz Meyers hab ich ein paarmal durchlesen müssen, bis ich ihn verstand! Ich stimme dem aber zu. „Wer ein Defizit an Recht hat, gibt unbewußt den anderen Recht.“ = „Entschuldige, dass ich da bin, ich hab eigentlich kein Recht dazu, aber selbstverständlich stimmt alles, was du sagst.“ So interpretiere ich das.
        Manche Dinge will man gar nicht so genau hinterfragen, merk ich grad …
        Wo findest du nur immer solche Sachen! 🙂

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      • Tristan Rosenkranz

        Juni 7, 2016 at 8:28 pm

        Sie kommen zu mir… ist wohl so ne Art Meisterschule des Universums 😉

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