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Walt Whitman | Loslassen

19 Mai

„Von heute an erkläre ich mich unabhängig von allen Schranken und eingebildeten Fesseln: Ich gehe wohin ich will, völlig und ganz mein eigener Herr, ich höre wohl auf die anderen, ich bedenke wohl, was sie sagen, ich warte, ich suche, ich empfange, ich überlege, aber sanft und unerbittlich löse ich mich los von allen Banden, die mich halten wollen.“

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16 Antworten zu “Walt Whitman | Loslassen

  1. tikerscherk

    Mai 19, 2016 at 7:31 am

    Es ist ihm in seinem Leben nicht gelunegn so zu leben. Ein schöner Vorsatz trotzdem.

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  2. Christiane

    Mai 19, 2016 at 7:56 am

    Ja, ich stimme euch zu: Guter Vorsatz. Warum klappt das bloß nie.

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  3. Alice Wunder

    Mai 19, 2016 at 8:48 am

    Das mit dem sanft lösen scheint problematisch. Meistens reißt dabei was.

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  4. gabriele auth

    Mai 19, 2016 at 9:46 am

    Ich liebe Whitman und ich halte das Zitat für eine wunderbare Affirmation, die stets an Realität zunimmt und zur greifbaren Wahrheit werden kann, je mehr man sie verinnerlicht. Zum Thema Freiheit, fällt mir eine Geschichte von Jack London ein über einen Mann, der in einer Zwangsjacke in einer Zelle sitzt und trotzdem frei ist. Der Gedanke, dass Freiheit als wachsender innerer Zustand, als Wesenszug , die eventuelle äußere Unfreiheit relativiert, hat Potential.

    Gefällt 2 Personen

     
    • Tristan Rosenkranz

      Mai 19, 2016 at 10:05 am

      So sehe ich das auch. Vor allem, wenn man bedenkt, dass unser Denken unsere Realität maßgeblich gestaltet… so kann es gelingen, mit „Aber“ und Skepsis sitzt uns ein Hemmschuh im Nacken…

      Was Du über Freiheit schreibst, ist ein spannender Aspekt. Sie entsteht im Kopf, ja – absolut. Ich kann auch am weiten Wasser stehen und mich völlig unfrei fühlen…

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  5. gkazakou

    Mai 19, 2016 at 10:16 am

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. „Von heute an erkläre ich mich….“ ist so einer.

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    • Tristan Rosenkranz

      Mai 19, 2016 at 10:19 am

      Wo, wie und was ist die Hölle? In uns? Weit weg? Aber das ist schon Stoff für eine meiner nächsten Denkfragen…

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      • gkazakou

        Mai 19, 2016 at 10:44 am

        Mephistopheles, ausgewiesener Höllenkenner, sagt dazu, er sei: „Ein Theil von jener Kraft, / Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ (V. 1336–1337) Das gilt auch umgekehrt: das Wollen des Guten erschafft oft genug das Böse.
        Oder, bezogen auf Whitman: Wer sich aller Fesseln ledig erklärt, fesselt sich noch ein bisschen mehr.

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      • Tristan Rosenkranz

        Mai 19, 2016 at 11:25 am

        Das passt zur im Spirituellen und Ganzheitlichen weit verbreiteten Erkenntnis, dass alles immer auch sein Gegenteil ist bzw beinhaltet. Wobei, wie Du es schreibst, es ja dann gar keine Freiheit gibt… bzw: wo fessele ich mich, wenn ich – beispielsweise – meine Unabhängigkeit zunehmend vervollkommne?

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  6. Stephanie Jaeckel

    Mai 21, 2016 at 9:20 am

    Schönes Zitat. „Bande, die mich halten“ – hier liegt für mich die Crux. Denn es ist wirklich schwierig, frei zu leben. Schließlich kann ein Halten auch ein Stützen sein.

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