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Fernando Pessoa | Authentizität

29 Apr

„Um groß zu sein, sei ganz: entstelle und verleugne nichts, was dein ist.
Sei ganz in jedem Ding.
Leg, was du bist, in dein geringstes Tun.
So glänzt in jedem See der ganze Mond, denn er steht hoch genug.“

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18 Kommentare

Verfasst von - April 29, 2016 in Ganzheit + Bewusstsein

 

Schlagwörter:

18 Antworten zu “Fernando Pessoa | Authentizität

  1. karfunkelfee

    April 29, 2016 at 6:21 am

    Pessoa ist mein Held und sein Buch der Unruhe habe ich lesezerfleddert…
    ☺️Danke und Dir einen guten Morgen.

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    • Tristan Rosenkranz

      April 29, 2016 at 6:58 am

      Dir auch einen guten Morgen und sonnige Grüße 🙂 Ich muss gestehen, von ihm noch gar nichts gelesen zu haben, aber es hört ja ohnehin nie auf (beispielsweise das Lesen), und was nicht ist kommt, wenn es dran ist…

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  2. Anhora

    April 29, 2016 at 7:22 am

    Wunderbare Lebensweisheit! 🙂
    Sie funktioniert aber nur, wenn man mit sich selbst im Reinen ist. Also wenn man sich selbst gut findet und bewusst dazu stehen kann, dass man so ist, wie man ist.

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    • Tristan Rosenkranz

      April 29, 2016 at 7:25 am

      Das stimmt. Und beginnt bei absoluter Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, einem danach Handeln und entsprechender Abgrenzung.

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      • Anhora

        April 29, 2016 at 12:02 pm

        Nicht ganz, lieber Tristan. Ehrlichkeit sich selbst gegenüber könnte ja auch bedeuten, sich einzugestehen, dass man zu dumm ist zu allem. Wenn man das als Kind vielleicht so gelernt hat, dann wird es zur Wahrheit dieses Menschen.
        Am Anfang steht also das Erkennen oder das Lernen, dass man so, wie man ist, GUT GENUG ist. Wer das verinnerlicht, ist auch authentisch.

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      • Tristan Rosenkranz

        April 29, 2016 at 12:10 pm

        Das wäre aber niemals die Wirklichkeit, sondern ein übernommener „Glaubenssatz“. Und gerade darin liegt wahrscheinlich die Kunst: sich bewusst werden, was wirklich ist, wer man wirklich ist. Ohne diese Stufe wird auch Authentizität nicht erreichbar sein. Aber ich sehe gerade, ich schreibe nur in anderen Worten, was Du in Deinem Kommentar ja auch sagst.

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      • Anhora

        April 29, 2016 at 12:33 pm

        Ich denke auch, wir meinen im Prinzip dasselbe. Ich bin aber der Meinung, dass wir alle aus „übernommenen Glaubenssätzen“ bestehen. Wenn mich alle für dumm halten, halte ich mich auch für dumm, ob gerechtfertigt oder nicht. Man kann in sich selbst auch nur das finden, was man überhaupt sucht. Wer überzeugt ist, dumm zu sein, kommt nicht auf die Idee, nach Anzeichen für Klugheit suchen. Da wäre die Angst zu groß, nichts zu finden. Schlimm, aber ist leider so.

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      • Tristan Rosenkranz

        April 29, 2016 at 12:42 pm

        Aber ist es – aus der Vogelperspektive betrachtet – nicht schrecklich oder mindestens tragisch, dass wir (als Gesellschaft) beinahe ausnahmslos aus dem zu bestehen scheinen, was uns irgendwann einmal in Elternhäusern oder Schulen oder unserer Altersgruppe oder auch politisch wortwörtlich eingetrichtert wurde (so falsch und demütigend es auch gewesen sein mag)? Irgendwie schon, und jeder kann nur nachhaltig daran arbeiten, diese inneren Mauern zu überwinden.

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      • Anhora

        April 29, 2016 at 5:04 pm

        Dieses „Eingetrichtertsein“ finde ich nicht tragisch, sondern natürlich. Im Normalfall sind es ja positive Dinge wie: „Du bist klug. Du bist witzig. Du bist liebenswert.“ Davon profitiert man ja und geht stark durchs leben. Ich glaube nicht, dass man seine Persönlichkeit mitbringt. Man hat Anlagen, und die werden gefördert oder unterdrückt durch Erziehung bzw. Lebenserfahrungen. Alles zusammen ist dann der Mensch, der vor dir steht.

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      • Tristan Rosenkranz

        April 29, 2016 at 5:33 pm

        Unter den Menschen, die mir bisher im Leben begegnet sind, konnten die wenigsten von ihrer Kindheit (als für Prägungen wichtigste Phase) sagen, ihnen wäre Respekt und Achtsamkeit als Grundwerte vermittelt worden. Vielmehr gewinne ich immer mehr das Gefühl oder die Erfahrung, dass die meisten Traumata oder tiefe Schnitte oder innere Abspaltungen in sich tragen.

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      • Anhora

        April 29, 2016 at 6:30 pm

        Also ich kenne schon Menschen, die einfach geliebt wurden von ihren Eltern. Sie scheinen mir weniger Ängste zu haben und trauen sich mehr zu. Klar hat jeder im Lauf des Lebens schmerzhafte Einschnitte. Aber geliebte Menschen gehen anders um damit. Zumindest scheint es mir so.

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      • Tristan Rosenkranz

        April 29, 2016 at 6:32 pm

        Das stimmt, das ist auch meine Meinung.

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      • Anhora

        April 29, 2016 at 6:34 pm

        Man kann sein verkorkstes inneres Kind ja auch später im Leben noch entdecken, hegen und pflegen. Dann klappts auch mit der Authentizität. 🙂

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      • Tristan Rosenkranz

        April 29, 2016 at 6:42 pm

        Absolut 🙂

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  3. gkazakou

    April 29, 2016 at 9:40 am

    ich las es eben zusammen mit dem Text von Kinsky – der dasselbe Thema hinstellt. Das „Buch der Unruhe“ ist Hochgenuss und Herausforderung.

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  4. Heidrun Regina

    April 30, 2016 at 9:07 am

    Da hast du wieder etwas Feines für uns herausgepickt und ins Licht gestellt. Danke!

    Gefällt 1 Person

     

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