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Archiv für den Monat März 2016

Joseph Beuys und andere Fehlerquellen

Wenn ich der Resonanz einer Freundin glauben kann, ist mit meinem gestrigen Joseph Beuys – Posting „Anleitung zum guten Leben“ die nunmehr dritte buchstäbliche Fehlerquelle auf meinem Blog gelandet (ehedem hatte mich schon meine Bloggernachbarin Christiane („Irgendwas ist immer“) darauf hingewiesen, dass „Das Paradox unserer Zeit“ nicht von George Carlin, sondern Bob Moorehead, und eine gewisse Abgrenzung nicht von Meryl Streep, sondern dem portugiesischen Autoren José Micard stammt).

Sie schrieb:

„How to be an artist“ – bis vor kurzem dachte ich, wie so viele auch, der Urheber dieses Gedicht sei Joseph Beuys; es stammt jedoch von der Amerikanerin mit dem klangvollen Namen SARK (Susan Ariel Rainbow Kennedy). Fälschlicherweise wurde „snail“ auch mit „Schlange“ übersetzt; richtigerweise muss es heißen „lerne Schnecken zu beobachten“.“

Dafür mein herzliches Dankeschön!

 
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Verfasst von - März 31, 2016 in In eigener Sache, Personalien

 

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Ben Becker | Spießigkeit

„Vielleicht spürt man sogar sowas wie Sehnsucht nach einem geregelten, bürgerlichen Leben. Man stellt die spießigsten Sachen an und betrügt sich doch nur selbst. Denn tief drinnen ist man immer noch der andere.“

 

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Joseph Beuys | Anleitung zum guten Leben

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Lass Dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen
und verteile sie überall in Deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue Dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch Du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere Dich, „verantwortlich zu sein“ – tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.

Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell Dir vor, Du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern. Höre alten Leuten zu.
Öffne Dich. Tauche ein. Sei frei. Preise Dich selbst.

Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in Dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

Bildnachweis: Gerd Ludwig / Phaidon.com

 

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Bild

L(i)ebe(n)splätze…

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Masken | Kolumne „Zwei Saiten“

Relatives Menschsein

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In den letzten Wochen und Monaten dominierte neben wechselnden Lernthemen ein Thema mein großes Interesse: Authentizität. Schon 2013 zu 2014 sprach mein damaliger Coach vehement davon.
Ganz sicher entnahm er meiner damaligen Glut einen Scheit, um ein eigenes, dieses, Feuer zu entfachen. Ich bin diesem wunderbaren Mann sehr dankbar, wenngleich mein Weg zuvor noch etliche andere Themen vorsah. Bücher, die plötzlich aus den verschiedensten Richtungen in mein Leben kamen, faszinierende Krafttiere, die fällige Entscheidungen und Entwicklungen spiegelten, Gleichnisse, die mein Innenleben in Bilder fassten, leider in der jüngsten Zeit und ganz egal, wo ich mich befand – Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen – aber auch die Wahrnehmung unzähliger gefällter oder aufs Grausamste verstümmelter Bäume. Zeichen der erkrankten Menschheit? Ich weiß es nicht…

Manche Themen wurzelten in 2014, trieben aber erst deutlich später erste Blüten aus. Authentizität und meine wachsende Begeisterung und Fähigkeit, von mir und von meinem Gegenüber zu lernen und hinter die Fassade zu schauen, traten 2015 zunehmend auf meinen Lernplan. Vielleicht begann dieses Thema erst an dem Punkt zu meinem Thema zu werden, als gewisse – rückblickende und gegenwärtige – Grenzziehungen nötig wurden.

Authentizität ist für mich das reichste Thema überhaupt. Weil sie an unseren Grenzen beginnt. Weil mit ihr die erschöpfende Erfüllung von Selbstliebe und Liebe stehen und – im Falle des Mangels oder gar Fehlens – fallen. Weil sie den eigentlichen Reichtum symbolisiert. Weil sie Steilvorlage für Feinfühligkeit und Empathie ist, sich selbst und sein Gegenüber zu sehen (und ich meine: zu sehen). Weil sie unsere allzu engen Grenzen sprengt und zeigt, wie wir empfinden, und uns darüber hinaus vehement vor die Frage stellt, wieviel Ich in dieses Außenleben passt. Und weil sie durch die Weisheiten aller großen Köpfe hindurch schimmert.

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Verfasst von - März 28, 2016 in Kolumne, Prosa + Lyrik

 

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Masken | Kolumne „Zwei Saiten“ [Gastkolumne – AnaSzui]

Wer bin ich und wenn ja, wieviele?

Wer bin ich

Es gibt unzählige Arten von Masken und ebenso viele Gründe für sie. Es gibt sichtbare Masken wie Beautymasken und Faschingsmasken und unsichtbare Masken. In diesem Gedankentext geht es um Letztere.

Vermutlich hat jeder von uns schonmal so eine Maske aufgesetzt, die einen mehr, die anderen weniger, einige behaupten gar, sie könnten das gar nicht und wären immer authentisch.
Ist eine Maske grundsätzlich negativ behaftet? Bin ich mit einer Maske nicht authentisch, nicht trotzdem noch ich? Ist das per se ein Widerspruch? Oft werden auch Masken vermutet, wo Facetten gezeigt werden. Jemand zeigt Dir ein anderes „Gesicht“, als Du von ihm gewohnt bist und Du schreist auf, „Das ist doch gar nicht der Mensch, so kenne ich ihn/sie nicht!“. Dabei muss das was wir da sehen gar nicht zwingend gespielt und unehrlich sein, sondern kann nur eine weitere Facette der Person sein – eine die wir noch nicht kennen.

Dann gibt es Situationen, da setzte ich ganz bewusst eine Maske auf…

Zu Anas kompletter Kolumne bitte hier entlang.

Zur anderen Saite / Kolumne Tristan Rosenkranz bitte hier entlang.

 

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Denkfrage

Ist das Leben eine feste, flüssige oder gasförmige Substanz?

 
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Verfasst von - März 27, 2016 in Ganzheit + Bewusstsein

 

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