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Ernest Hemingway | Überlegenheit

05 Jan

„Es hat nichts Edles, sich seinen Mitmenschen überlegen zu fühlen. Wahrhaft edel ist, wer sich seinem früheren Ich überlegen fühlt.“

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16 Kommentare

Verfasst von - Januar 5, 2016 in Ganzheit + Bewusstsein

 

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16 Antworten zu “Ernest Hemingway | Überlegenheit

  1. Christian

    Januar 5, 2016 at 10:15 am

    Zeichen der Überlegenheit ist die Entfernung von der Masse in allem Denken und Handeln.

    Sakya Pandita
    (1180 – 1251), tibetischer Hierarch, der als erster Dalai Lama auch weltlich weite Teile Tibets beherrschte.

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    • Tristan Rosenkranz

      Januar 5, 2016 at 10:18 am

      Ich bin sehr gern fern der Masse und deren Mechanismen. Dennoch – das Thema haben wir ja auch oft in unseren Gesprächen – ist Bewertung oder gar Überlegenheit etwas, was auf denjenigen negativ zurückfällt, der es aussendet.

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  2. kosinsky

    Januar 5, 2016 at 10:22 am

    An Aufklärung arbeiten heißt für mich derzeit, sich seine eigene Bedingtheit immer wieder ebenso bewusst zu machen wie die aller anderen Menschen. Das Eigene zu leben, ohne es für einen Verdienst zu halten. Das ist natürlich idealtypisch, in der Praxis brauchen wir Stufen. Aber zu wissen dass es die eigenen Stufen sind, und die eines anderen durch dessen Biografie und Zusammensetzung anders sind, könnte gleichzeitig relativieren und das Verständnis schärfen. Gleichzeitig gilt wohl: Ohne Kontraste keine Orientierung, keine Weltkarte zu der wir segeln können. (Segeln ist vielleicht ein gutes Bild, wenn man es (re)konstruiert als: von Wind und Wellen mehr abhängig sein als von eigener Richtungsgebung).

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    • Tristan Rosenkranz

      Januar 5, 2016 at 10:27 am

      Das ist ein gutes Stichwort: „Das Eigene zu leben, ohne es für einen Verdienst zu halten.“ Man kann nur für einen Verdienst halten, was man selbst und ohne mehrheitlich fremde Hilfe erlangt hat.

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      • kosinsky

        Januar 5, 2016 at 11:04 am

        „Man kann nur für einen Verdienst halten, was man selbst und ohne mehrheitlich fremde Hilfe erlangt hat.“

        Das ist, sagen wir mal die ‚liberale‘ oder individuale Rekonstruktion/Perspektive. Die berechtigt bzw. individuell-rational nachvollziehbar ist. Und manchmal denknotwendig, trotz diesem auch widersprechenden Indizien: Aber das Leben ist – für einen Menschen – widersprüchlich, glaube ich.
        Aus dieser individualen Perspektive folgt z.B. die aufklärerisch richtige Folgerung/Feststellung: Ich kann nicht stolz darauf sein, als Deutscher geboren zu sein, oder als Mensch in wohlhabenden Verhältnisse, oder als was auch immer. Ich kann auf meine Handlungen stolz sein, nicht auf die Leistungen anderer. Und der Begriff der Leistungen ist in dieser Perspektive etwas individual/ell differenziertes.

        Wiederum ist diese Perspektive (oder Richtung der Rekonstruktion der menschlichen Vorgänge) „natürlich“ nicht die Einzige, die bei einer Analyse/Synthese der gesellschaftlich und sonstigen wirkenden Kräfte auftaucht:
        U.a. würde ich als strukturale Perspektive formulieren: Die Lebenswahrnehmung (und auf dieser Basis: die Lebensgestaltung) findet grundlegend in einer strukturellen Gerahmtheit statt. Also im Rahmen von Strukturen, die der jeweilige Stand der Einordnung der Dinge sind. Darin gibt es Positionen und Rollen, die allen Menschen zugeordnet werden. Längerfristige und eher temporäre, mit verschiedenen sytemischen und strukturellen Funktionen und menschlichen Erwartungshaltungen an diese Rollen.

        Wir als Lebewesen sind überdeterminiert (biologisch, soziologisch, psychologisch, evtl. grundlegend physikalisch). Aber als Menschen sind wir auch geschlagen mit der Suche nach Erkenntnis in verschiedenen Bereichen, u.a. der Philosophie. Das heißt, denken ist Teil unserer Bedingtheit/Existenz. Und lustigerweise auch das ‚Als ob‘-Denken der Freiheit des Denkens und der einfach praktisch (bzw. in der Praxis automatisch/selbst-verständlich/als Teil des Selbstverständnisses) angenommenen (und logisch anzunehmenden) Offenheit des Handelns.

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      • Tristan Rosenkranz

        Januar 5, 2016 at 11:13 am

        Genau das meine ich ja! Wie kann ich auf meinen Geburtsort oder meine Hautfarbe stolz sein, wenn mir diese Dinge quasi zukamen? Wenn ich mit meinen Händen oder Ideen etwas schaffe, dann kann ich stolz darauf sein. Nur macht mich das ebenfalls nicht zu einem besseren Menschen gegenüber denen, die diese Möglichkeiten gar nicht haben, aus welcher Einschränkung heraus auch immer.

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  3. finbarsgift

    Januar 7, 2016 at 2:53 pm

    Das klingt gut!

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