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Was es noch zu sagen gibt…

03 Aug

…ist der Titel eines Postings hier im „Herz im Kopf“ – Blog, der eine der straffsten Saiten in mir laut zum Klingen brachte. Die aufmerksame Leserschaft meines Blogs weiß, dass ich mich sozial engagiere. Seit gefühlten Ewigkeiten folge ich gelegentlich auch diesem Teil der Blogosphäre, der tagein tagaus über Ismen, Rechte, persönliche, mediale und politische Verfehlungen debattiert. Um Bedeutungshoheiten, philosophische Definitionsmächte, Theorien zur Praxis, Links, Netzströmungen und vieles mehr. Ich selbst betreibe drei Blogs, neben diesem hier noch zwei Newsblogs zu eigenen sozialen, politischen, familien- und gewaltschutzrechtlichen Entwicklungen. Und ich surfe seit Jahren in den sozialen Netzwerken mit, die mir oftmals vieles gegeben haben und meinen Gedanken die notwendige Wahrnehmung entgegenbrachten.

Allein: die Lust vergeht (auch mir) mir immer mehr. Neben dem sich grassierend verbreitenden Fremden- und Muslimhass töten Oberflächlichkeit und die Auffassung, durch Shares, Likes und Zitate (anstelle echtem Handelns) etwas zu verändern, jedes Interesse in mir ab, meine Aufmerksamkeit in den Tiefen negativer, toter Zeit zu versenken. Nachfolgend zitiere ich den Text „Was es noch zu sagen gibt…“ obengenannten Blogs an, der hoffentlich das ihm gebührende Interesse bekommt. Noch ist es nicht fünf vor zwölf:

„… Ich hatte im Laufe all der Jahre des Bloggens immer wieder einmal Schreibblockaden oder kreative Tiefs, doch das ist es schon lange nicht mehr. Ein kreatives Tief, davon ist nicht mehr die Rede, denn wo ich mich vor zehn Jahren noch als ein Mädchen mit Schreibpotenzial und mögliche Künstlerin sah, weiß ich, das bin ich nicht (mehr) – und ich will es auch gar nicht mehr sein (um ehrlich zu sein, ich kann das Wort “Kunst” nicht mal mehr hören so sehr wurde es missbraucht). Eine Blockade habe ich heute nicht mehr nur, weil ich trotz aller Mühe keine Worte finde, sondern weil ich schlicht und ergreifend keine Lust mehr habe, mich und meine Gedankengänge zu erklären. Ich las letztens einen Artikel über Fremdenhass und verbrannte Asylantenheime; und der Autor schrieb (ungefähr), dass die Zeiten vorbei seien, in denen das Wort noch etwas ändern konnte. “Wenn ich hier nun ausführlich schriebe, warum es falsch ist, Flüchtlinge schlecht zu behandeln, wird keiner dieser Hater sagen ‘Alter. Das war so falsch, was ich tat.’” – Und genauso sehe ich das inzwischen. Die, die wirklich Einfluss hätten oder auch die Pflicht, die schweigen. Die, die nur ihr kleines Blog haben, schreiben sich die Finger wund, aber wer und wie viele lesen sie? …“

Kommentare (auf dem „Herz im Kopf“ – Blog oder hier) erwünscht. Vielen Dank.

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4 Antworten zu “Was es noch zu sagen gibt…

  1. Beat Company

    August 3, 2015 at 12:05 pm

    Was können wir tun ?

    Gefällt 2 Personen

     
    • Tristan Rosenkranz

      August 3, 2015 at 12:15 pm

      Vieles kann jeder halbwegs handlungsfähige Mensch tun, ob gegen Fremdenhass oder andere Ungerechtigkeiten. Nur muss man sich dafür eben bewegen. Satte Menschen schreckt das ab. Oder sie bemerken nicht, was um sie herum geschieht.

      Gefällt 1 Person

       
  2. kaetheknobloch

    August 3, 2015 at 3:50 pm

    Nein, Shares, Likes und Zitate ändern nichts, lieber Tristan. Doch wo diese leisen Mahnstimmen, die eben nicht verstummen sollten, richtig verstanden werden, da bewirken sie auch was. Für mehr Menschlichkeit, für Hilfsbereitschaft und gegen die Dummschwätzer für die der eigene Tellerand das Ende der Welt ist. Bitte nicht unterkriegen lassen, die kleinen Weltverbesserer brauchen den längsten Athem. Jeder für sich und vielleicht für ein paar andere mit.
    Liebe grüße nochmals, Ihre Käthe.

    Gefällt 2 Personen

     

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